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Kreisgruppe Kiel

Stadtplanung im Großen

Wohnbauflächenatlas

Die Ratsversammlung hat 2017 den Wohnbauflächenatlas verabschiedet. Hier sind die von der Stadt ermittelten potentiellen Wohnbauflächen aufgelistet, ohne dass ein Gesamtkonzept zu erkennen ist. Es scheint nur darum zu gehen, Bauflächen für potentielle Investoren bereitzustellen.

Kiel wächst in den letzten Jahren und vermutlich auch in den nächsten Jahren. Bei der knappen Grundfläche der kreisfreien Stadt sollte dies jedoch planvoll und mit Konzept erfolgen. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der entstehende Wohnraum die tatsächlichen Bedürfnisse der Kieler*innen befriedigt, nicht aber Begehrlichkeiten aus ganz Deutschland für eine gute Geldanlage als Zweit- oder Drittwohnung schafft. Dafür ist unser Grund und Boden zu wertvoll!

Die Kreisgruppe hat folgende Forderungen zum Bauflächenatlas aufgestellt:

  • Die im Bauflächenatlas aufgeführten Flächen müssen einem stadtplanerischen Qualitätscheck unterworfen werden, der Kriterien beinhaltet wie Zukunftsfähigkeit in Bezug auf Nahinfrastruktur und Nahmobilität, Bodenschutz/Versieglung, Grünachsen- und Luftschneisenerhalt und Lebensqualität vor Ort
  • Städtische Flächen sollen nur nach Ermittlung der Konzeptqualität eines Bauprojektes verkauft werden. Der Verkaufspreis darf hier nur eine untergeordnete Rolle spielen. Gedeckelte Mietpreise (nicht Gleichzusetzen mit Sozialwohnungsbau) und ökologische Kriterien wie zukunftsgewandtes Bauen, gemischte Wohnformen, Förderung von Nahmobilität und Nahinfrastruktur müssen deutlich höher bewertet werden
  • Die aktive Förderung des Zuzuges darf aufgrund der vorhandenen Flächenknappheit und der Bevölkerungswachstumsprognosen nicht fortgeführt werden 

Es ist übrigens auch Aufgabe der Landesplanung den aktuellen Bevölkerungsprognosen für Schleswig-Holstein in Bezug auf Verschiebungen von Land zu Stadt durch eine Steigerung der Attraktivität der ländlichen Räume entgegenzuwirken.

Unsere Dokumente zum Thema

Bereichsplanung Kieler Süden / Windpark

Mit den wachsenden Bevölkerungszahlen rückte 2015 der Kieler Süden in den Vordergrund für die Stadtplaner. Hier sollen "auf der grünen Wiese" in 4 Baufeldern ein neuer Stadtteil für insgesamt 9000 Menschen entstehen. Neu-Meimersdorf und Moorsee sind die angrenzenden Stadtteile, die teilweise über Infrastruktur wie Nahversorgung, Arzt, Schule verfügen. In den 2 Bürger-Planungswerkstätten standen v. a. die Frage der Verkehrsanbindung und der "neuen Mitte" für den Kieler Süden im Vordergrund.

Noch weiter im Süden, teilweise auch auf Flintbeker Gebiet gab es im gleichen Zeitraum Planungen zu einem Windpark mit 6 Anlagen. Das Gebiet ist jedoch im neuesten Regionalplan nicht mehr als Windeigungsgebiet ausgewiesen, die Planungen wurden im Frühjahr 2017 eingestellt. Die Kreisgruppe hat das Gebiet aufgrund der Lage im Landschaftsschutzgebiet und der Nähe zum Eidertal aus naturschutzfachlichen Gründen für ungeeignet befunden und sich dagegen ausgesprochen.

Unsere Dokumente zum Thema.

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