Eigentlich ein sehr schönes Bauprojekt zur Schaffung von vielen Wohneinheiten auf fast komplett versiegeltem Grund. Wären da nicht die 120 der Baumschutzsatzung unterliegenden großen Bäume, die gefällt werden sollen. Lediglich die riesige Blutbuche Ecke Werftstraße /Karlstal soll bleiben. Bei den übrigen Bäumen handelt es sich u.a. um mehrere Eichen, Silber- und Bergahornbäume mit einem Stammumfang von bis zu 150 bzw. 200cm.
Der entsprechende Vorentwurf zur Beteiligung von Verbänden und Bürgerinnen zum Bauprojekt liegt aktuell aus.
Jedoch sind schon im Vorfeld Bäume im Zuge der Abrissmaßnahmen gefällt worden, u,a die beiden ca 120 Jahre alten Eichen, wie auf aktuelleren Luftbildaufnahmen erkennbar ist (Apple Karten). Die in dem Vorentwurf genutzte Aufnahme ist diesbezüglich nicht korrekt!
Die Kieler Ortsgruppen der Naturschutzverbände BUND und NABU fordern die Stadtverwaltung und Politik auf, sich für den Erhalt weiterer Bäume auf dem Gelände, insbesondere für die für städtische Verhältnisse sehr alten Bäume einzusetzen. Der Standort der alten Ahornbäume liegt am östlichsten Zipfel im Eckbereich zur Schulstraße, so dass der Architekturentwurf zumindest hier nachgebessert werden kann und muss!
„ Es erinnert an die Eiche an der Feuerwache, die mit gutem Willen 2012 zu erhalten gewesen wäre. Wieder einmal hat die Stadtplanung keinen Respekt vor alten Bäumen und plant gegen die Natur“, so Ulrike Hunold vom BUND. „Alte Bäume sind in diesem stark versiegelten Bereich wichtig als Lärmschutz und für das Mikroklima. Für einen dieser Bäume müssten 100 junge gepflanzt werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen, “ so Hartmut Rudolphi vom NABU. Und Christian Herold, auch BUND, erinnert daran: „ Bürgerbeteiligung darf nicht erst nach vollendeten Tatsachen als Alibi einsetzen-niemand darf sich sonst über Politikverdrossenheit und Wutbürger wundern“.