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Kreisgruppe Kiel

Mobilitätsrat zur A21

25. September 2019

Stadt soll sich zur A21 klar positionieren!

Eidertalwanderweg: Hie würde die Südspange überqueren. Foto Niklas Hilescher

Presseerklärung

Mobilitätsrat* begrüßt die Rückkehr der A21 in die Kieler Politik

Im kommenden Bauausschuss liegt ein Antrag der Fraktion DIE LINKE zur Variantensuche für den A21-Ausschluss an das Kieler Straßennetz vor. Hintergrund ist die Stickoxidproblematik am Theodor-Heuss-Ring und die Ausrufung des Klimanotstandes.

Der Mobilitätsrat Kiel, ein Zusammenschluss von 10 Natur- und Umweltverbänden sowie Fahrradinitiativen aus Kiel begrüßt diesen Antrag.

Die Ratsversammlung hatte 2016 nach Vorlage des Gutachtens zum A21-Anschluss in Kiel ebenso wie das Gutachten selbst keine der möglichen Anbindungsvarianten favorisiert. Damit hatten Politik und Verwaltung die Möglichkeiten der aktiven Gestaltung aus der Hand gegeben und dem Bund überlassen. Dass eine Stadt freiwillig das Heft seiner Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand gibt, ist ein politisches No-Go. Der Bund hat sich dann für den Ausbau der A 21 bis in die Stadt sowie den Bau der Südspange entschieden.

"Ein Weiter so in den Planungen ohne eigene Position der Stadt ist mit einem echten Willen zur Mobilitätswende in Kiel nicht vereinbar," so Ulrike Hunold von der BUND-Kreisgruppe Kiel. "Denn jeder Aus- und Neubau einer Autostraße wird zu mehr Verkehr und damit zu mehr Lärm, Luftverschmutzung und Versiegelung führen".

In den letzten 3 Jahren hat ein erhebliches Umdenken in Politik und Bevölkerung stattgefunden: Eine Mobilitätswende ist das erklärte Ziel praktisch aller Parteien und dazu gehört v. a die Verlagerung vom mobilisierten Individualverkehr auf andere Verkehrsmittel wie Fahrrad und ÖPNV. Zudem hat die Ausrufung des Klimanotstandes sowie nicht zuletzt der Klimastreik mit 16.000 Teilnehmer*innen vom vergangenen Freitag gezeigt, dass die Kielerinnen und Kieler eine neue Verkehrspolitik erwarten.

"Der Kieler Klimagürtel - die verbliebenen Reste des Kieler Grüngürtels -  darf nicht weiter angetastet werden", so Hartmut Rudolphi vom NABU Kiel. "Die Südspange sowie die geplante Anschlussstelle „Autobahnkreuz Karlsburg“ wären mit einem sehr großen Eingriff in den Klimagürtel verbunden. Außerdem würden die Naherholungsgebiete sowie die Wohngebiete Kronsburg und Gaarden Süd durch den zusätzlichen Verkehr erheblich belastet werden.“

Der Mobilitätsrat ist sich einig: "Wenn Kiel sich gegen den weiteren Ausbau der A21 auf dem Stadtgebiet und gegen eine Südspange ausspricht, wird das Bundesverkehrsministerium vor dem Hintergrund, dass das Geld wo anderes dringend benötigt wird, nicht auf seinen Planungen beharren. Wir wünschen uns ein mutiges Bekenntnis der Politik zur Mobilitätswende und zum Erhalt des Klimagürtels!"

*Vereine und Initiativen des Mobilitätsrates: ADFC Kiel, BUND Kreisgruppe Kiel,Greenpeace Kiel, NABU Kiel, VCD Kiel,Tram für Kiel,Fahrgastverband ProBahn,Initiative Veloroute-Ost, Fahrradfreunde Russee-Hammer, Fahrradinitiative Fahr-Rad-Gaarden

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