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Kreisgruppe Kiel

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Messstelle Theodor-Heuss-Ring ©LLUR-LÜSH

Die Kieler Verbände Verkehrsclub Deutschland (VCD), Bund für Umwelt und Naturschutz, (BUND KG Kiel), Naturschutzbund Deutschland (NABU Kiel) und der Verein Tram für Kiel sehen das drohende Diesel-Fahrverbot in Kiel als Weckruf.

Kiel muss die Mobilität der Zukunft jetzt in Angriff nehmen. „Allein die Symptome zu bekämpfen ist teuer und bringt uns Kielern keinen Mehrwert,“ so Ulrike Hunold vom BUND: „Stickoxidbindende Spezialasphalte ändern nichts am Lärm, Diesel-Abgasfilter verhindern keinen Stau, Ventilatoren und Moosfilterwände keine Unfälle. Und nichts davon macht die Stadt lebenswerter.“

„Ein lokales Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ändert nichts am grundlegenden Problem der hohen Verkehrsbelastung sowie an der verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte,“ so Hartmut Rudolphi vom NABU: „Es ist zu befürchten, dass auch in etlichen Straßen, in denen bisher keine systematischen Schadstoffmessungen durchgeführt wurden, die Grenzwerte überschritten werden.“

Die Bildung von Fahrgemeinschaften in Benzinern kann nur kurzfristig eine Option sein.

„Die Mobilität in Kiel muss insgesamt intelligenter und flexibler werden“, so Alexander Montana vom VCD. „Es muss für jeden möglich sein, das eigene Auto stehen lassen zu können, weil es immer eine attraktive Alternative gibt.“ Kiel braucht hochwertige und sichere Fuß- und Radwege. Die Stadt ist hier zwar bereits auf einem guten Weg, muss diese Bemühungen jetzt aber noch intensivieren. „Der Nahverkehr muss bequem, schnell, günstig und immer verfügbar sein. Ein flächendeckendes Bike- und Carsharingsystem sichert volle Flexibilität.“

„Das Abgasproblem macht einmal mehr deutlich, dass Kiel eine Straßenbahn braucht: Abgasfrei und leistungsfähig. Ob zur Uni, auf der Holtenauer Straße, nach Mettenhof oder Richtung Ostufer, das Bussystem stößt täglich an seine Grenzen. Nur mit dem Bus werden wir die Straßen nicht entlasten" so Jan Niemeyer vom Verein Tram für Kiel.

Gemeinsam fordern die Verbände: „Andere Städte gehen die notwendige Verkehrswende bereits mutig an. Auch Kiel muss sich endlich dem Problem ernsthaft stellen und die städtische Lebensqualität in den Mittelpunkt all seiner künftigen Pläne stellen.“

 

 

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